Geburten
Am 13. Juli 2026 veröffentlichte das Statistische Bundesamt die endgültigen Geburtenzahlen für 2025. Dieser Teil dokumentiert die zentralen Kennzahlen sowie deren Einordnung durch Destatis selbst — ohne eigene Interpretation der Ursachen.
01Die Grundzahlen 2025
Destatis nennt zwei Gründe für den Rückgang: Erstens erreichen die zahlenmäßig kleinen Geburtsjahrgänge der 1990er-Jahre jetzt das Alter Anfang 30, in dem die meisten Frauen Kinder bekommen — es gibt schlicht weniger potenzielle Mütter. Zweitens sinkt seit 2022 zusätzlich die Geburtenziffer selbst, also wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt bekommt.
02Die Geburtenziffer nach Staatsangehörigkeit
Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn die Verhältnisse eines Jahres konstant blieben. Sie lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau — der niedrigste Wert seit 1997.
Beide Gruppen verzeichneten 2025 einen Rückgang um jeweils rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei deutschen Frauen war die Geburtenziffer zuletzt 1996 ähnlich niedrig (damals: 1,22). Die Geburtenhäufigkeit ausländischer Frauen sinkt laut Destatis "seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich".
03Regionale Unterschiede
| Region | Geburtenziffer 2025 | Veränderung z. Vorjahr |
|---|---|---|
| Niedersachsen (höchster Wert) | 1,38 | erstmals seit 16 Jahren unter 1,40 |
| Westdeutschland gesamt | 1,34 | — |
| Ostdeutschland (Flächenländer) | 1,22 | — |
| Brandenburg (höchster Ost-Wert) | 1,30 | — |
| Sachsen (niedrigster Wert) | 1,16 | niedrigster Stand seit 1998 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1,21 | -6,3% — stärkster Rückgang aller Länder |
| Hamburg (einziges Land mit Anstieg) | 1,24 | +0,4% |
04Einordnung: kein deutsches Einzelphänomen
Destatis verweist explizit auf die europäische Dimension: Rückläufige Geburtenzahlen für 2025 melden auch Frankreich, Österreich, Italien und Schweden. Gegenläufig — also mit einer Stabilisierung — entwickeln sich dagegen Spanien, die Niederlande und Finnland.
05Weitere Kennzahlen
Die Totgeburtenquote lag bei ausländischen Müttern mit 4,9 höher als bei deutschen Müttern (4,1). Destatis nennt hierzu keine Ursachenanalyse in der Pressemitteilung selbst. OFFEN
Die Bevölkerungsvorausberechnung von Destatis (16. koordinierte Vorausberechnung, Dezember 2025) hält einen künftigen Anstieg der Geburtenzahl nur bei gleichzeitig steigender Geburtenziffer und mindestens moderater Nettozuwanderung für möglich — selbst dann würde das Niveau des Jahres 2021 (rund 795.000 Geburten) laut Prognose nicht wieder erreicht.