In der Nacht zum 3. Januar 2026 griffen US-Streitkräfte Ziele in Caracas an und nahmen den amtierenden venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie seine Frau Cilia Flores fest. Die Operation trug den Codenamen "Absolute Resolve" und dauerte nach offiziellen Angaben zwei Stunden und 28 Minuten — was sie zu einem der kürzesten bewaffneten Konflikte der Geschichte macht. BELEGT Maduro und Flores wurden noch in derselben Nacht in die USA geflogen und mussten sich am 5. Januar vor einem Bundesgericht in Manhattan wegen Drogenhandels- und "Narco-Terrorismus"-Vorwürfen für nicht schuldig erklären.
BELEGT Laut übereinstimmenden Berichten von NBC News und Wikipedia hatte die CIA bereits ab August 2025 eine kleine Einheit nach Venezuela entsandt, um Maduros Bewegungsmuster im Detail zu erfassen — bis hin zu seinen Haustieren, wie der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, öffentlich erklärte. Eliteeinheiten übten monatelang an einem Nachbau von Maduros Amtssitz, vergleichbar mit der Vorbereitung auf die Tötung Osama bin Ladens 2011.
BELEGT Trump gab an, Maduro eine Woche zuvor telefonisch ein letztes Ultimatum zum freiwilligen Rücktritt gestellt zu haben. Die eigentliche Festnahme erfolgte durch die Delta Force der US-Armee, unterstützt durch CIA-Aufklärung vor Ort, in einem befestigten Militärkomplex ("Fort Tiuna") in Caracas.
BELEGT Ein Mitte Januar 2026 teilweise freigegebenes Rechtsgutachten des Office of Legal Counsel im US-Justizministerium begründete die Zulässigkeit der Operation mit fünf Argumenten — darunter die "schweren" Vorwürfe der Drogenhandelsanklage gegen Maduro sowie die Notwendigkeit militärischer Absicherung angesichts von bis zu 200 bewaffneten Wächtern, die laut Gutachten "aus einem anderen Land entsandt und bewaffnet" worden seien, um Maduros Sicherheit zu gewährleisten. Das Gutachten stellte ausdrücklich fest, es sei keine Besetzung Venezuelas durch US-Truppen vorgesehen, weshalb keine verfassungsrechtliche Kriegssituation im Sinne der alleinigen Kriegserklärungsbefugnis des Kongresses vorliege.
Diese Rechtskonstruktion greift laut den in Teil 4 dieser Serie dargestellten, im Januar 2026 deklassifizierten Dokumenten unmittelbar auf die 1989 vom damaligen Office-of-Legal-Counsel-Chef William P. Barr für die Panama-Invasion entwickelte Argumentation zurück: die gewaltsame Festnahme eines amtierenden ausländischen Staatschefs als Strafverfolgungsmaßnahme mit militärischer Unterstützung, nicht als Kriegshandlung.
BELEGT Der demokratische Kongressabgeordnete Jim Himes bezeichnete die Operation als "eindeutig illegal nach internationalem Recht" und warnte, Russland und China hätten daraus gelernt, dass eine bloße Anschuldigung gegen einen Staatschef künftig als Rechtfertigung für "Schnapp-und-weg"-Operationen ausreichen könnte — mit Verweis auf mögliche Präzedenzfälle wie Estland oder Taiwan. Der demokratische Senator Mark Warner äußerte in Anhörungen ähnliche Bedenken zum geschaffenen Präzedenzfall.
BELEGT Russlands Außenministerium bezeichnete die Operation als "Akt bewaffneter Aggression" und forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte hingegen das Ende von Maduros Herrschaft und sprach sich für einen an Edmundo González Urrutia — dem laut internationaler Einschätzung eigentlichen Wahlsieger von 2024 — orientierten demokratischen Übergang aus.
BELEGT Trump und seine Administration machten den Zugang zu venezolanischem Öl nach Regierungsangaben explizit zu einem zentralen Beweggrund der Aktion. Bereits am 20. Januar 2026 erhielt die venezolanische Übergangsregierung eine erste Zahlung von 300 Millionen Dollar im Rahmen eines Öllieferabkommens über 50 Millionen Barrel. US-Energieminister Chris Wright bezifferte im Februar 2026 die bis dahin erzielten Verkaufserlöse venezolanischen Öls auf über eine Milliarde Dollar, mit erwarteten fünf Milliarden Dollar in den folgenden Monaten. Am 29. Januar 2026 übertrug ein neues, von der Übergangsregierung erlassenes Gesetz privaten Unternehmen die Kontrolle über Ölförderung und -verkauf.
BELEGT Trump erklärte noch am Tag der Festnahme, Vizepräsidentin Delcy Rodríguez sei als Interimspräsidentin vereidigt worden und werde mit den USA kooperieren. Rodríguez selbst bezeichnete die Militäraktion zunächst als "Entführung" und forderte einen Lebensbeweis für Maduro, schlug tags darauf jedoch versöhnlichere Töne an und bot den USA eine Kooperationsagenda an.
BELEGT Die Trump-Administration stellte sich von Anfang an gegen die Machtübernahme durch Oppositionsführerin María Corina Machado, die im Dezember 2025 in Oslo den Friedensnobelpreis entgegengenommen hatte. Trump erklärte am 3. Januar, Machado besitze in Venezuela nicht genügend Unterstützung — ohne dies näher zu belegen; Machados eigene Umfragewerte hatten zuvor bei rund 72 Prozent Zustimmung gelegen (ClearPath Strategies, März 2025).
BELEGT Im März 2026 erkannten die USA Rodríguez formell als Interimspräsidentin an. Machado kritisierte diesen Schritt scharf und bezeichnete Rodríguez als "zentralen Teil der kriminellen Struktur" des Chávez-/Maduro-Systems, verteidigte zugleich aber die grundsätzliche US-Entscheidung mit dem Argument, die Bedingungen für Investitionen und demokratische Wahlen seien derzeit noch nicht gegeben.
OFFEN Ob die venezolanische Nationalversammlung — kontrolliert von Rodríguez’ eigener Partei — den Präsidentenposten nach Ablauf der Frist für dauerhaft vakant erklärt und Neuwahlen ansetzt, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht entschieden.
Offen bleibt: Wird der von Trump selbst als vorübergehend bezeichnete Zustand — "wir werden das Land führen, bis ein sicherer, ordentlicher und umsichtiger Übergang möglich ist" — je in eine von der venezolanischen Bevölkerung tatsächlich gewählte Regierung münden? Und welche Rolle wird der 2024 mutmaßlich unterlegene, von den USA aber bislang nicht ins Amt gehobene Wahlsieger Edmundo González Urrutia dabei noch spielen?