Recherche-Lead — noch nicht primärquellen-verifiziert
Dunkelfeld · Institutionen unter Beobachtung
Der Zeuge, der die eigenen Akten nicht erklären konnte
Erstmals seit Beginn der Pandemie musste sich der frühere PEI-Präsident Klaus Cichutek öffentlichen Fragen eines Untersuchungsausschusses stellen. Was bisher darüber berichtet wird — und was noch fehlt, um es auf richtig-erinnern.de belastbar zu machen.
Am 30. Juni 2026 sagte Prof. Klaus Cichutek, von 2009 bis Ende 2024 Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, vor dem Corona-Untersuchungsausschuss 8/1 des Thüringer Landtags in Erfurt aus. Es war die erste Zeugenbefragung dieser Art seit Beginn der Pandemie. Der Ausschuss selbst und der Termin sind über die offizielle Sitzungsübersicht des Thüringer Landtags bestätigt.
Was berichtet wird — aber noch nicht mainstream-bestätigt ist
Die inhaltlichen Details der Aussage liegen bislang ausschließlich bei Epoch Times, dem unabhängigen Journalisten Bastian Barucker und darauf aufbauenden Zweitquellen vor. Eine Suche nach MDR-, dpa-, ARD- oder Spiegel-Berichterstattung zum Termin blieb ohne Treffer. Das ist der Grund, warum dieser Text hier auf DF steht und nicht auf RE.
Damals — Februar 2021
Cichutek äußert sich gegenüber Medien: „Impfungen verursachen keine Todesfälle." Zu diesem Zeitpunkt lagen dem PEI bereits mehrere Todesfall-Verdachtsmeldungen vor.
Heute — Ausschuss, Juni 2026
Cichutek räumt vor dem Ausschuss ein, dass nach WHO-Kriterien inzwischen 74 Todesfälle in Deutschland auf die COVID-Impfung zurückgeführt werden — bestreitet zugleich eine relevante Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle.
TIER-2Epoch Times, 30.06.–01.07.2026 (Interview-Zitate aus dem Ausschuss)
Die drei Punkte mit Substanz
Wenn zutreffend, wären das die relevanten Widersprüche
Protokoll-Lücke: Die für Impfstoffsicherheit zuständige PEI-Abteilung soll vom 20.02.2020 bis 10.05.2023 kein einziges schriftliches Sitzungsprotokoll geführt haben. Cichutek konnte den Ausschuss dazu laut Berichten nicht aufklären.
Untererfassung bestritten: Cichutek verneint vor dem Ausschuss eine relevante Dunkelziffer — obwohl ihm laut Recherche bereits 2022 ein Schreiben der BKK ProVita mit gegenteiligen Hinweisen aus Kassendaten vorgelegen haben soll.
KV-Daten: Die gesetzlich vorgesehene Auswertung von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen sei laut seiner Aussage nicht in die Sicherheitsberichte eingeflossen.
TIER-2 → PRÜFENBastian Barucker (barucker.press, 16.07.2026), aufgegriffen von TKP.at (17.07.2026)
„Auf die Erstellung schriftlicher Protokolle wurde verzichtet" — offizielle PEI-Begründung, zitiert nach der Recherche von Barucker; im Wortlaut noch nicht durch eine PEI-Pressemitteilung oder Primärdokument bei DF verifiziert.Quelle: barucker.press, sekundär TKP.at
Was fehlt, bevor das auf RE stehen kann
Drei Dinge: erstens das Ausschussprotokoll selbst — die Beweisaufnahme in Untersuchungsausschüssen ist laut Untersuchungsausschussgesetz öffentlich, ein Protokoll müsste also anfragbar sein. Zweitens die schriftliche PEI-Stellungnahme zur Protokoll-Lücke im Original, nicht nur zitiert. Drittens eine unabhängige, mainstream-redaktionelle Bestätigung der Kernpunkte — MDR Thüringen berichtet routinemäßig über Ausschusssitzungen und könnte in den kommenden Tagen nachziehen.
→ Sobald Protokoll oder mainstream-Bestätigung vorliegen, wandert dieser Fall zu richtig-erinnern.de in die Reihe „Wächter ohne Wache".